Wie Du mit der Drittelregel Deine Fotos spannender und interessanter gestalten kannst…

 

Die Umgebung ist einzigartig, überall gibt es tolle Motive und Deine Speicherkarte ist schnell prall gefüllt mit vielen Fotos – und doch wirken sie nicht so toll, wie Du es Dir vorgestellt hast. Dabei sind die Aufnahmen scharf, die Farben strahlen und das Motiv ist immer schön mittig drappiert. Und genau hier liegt der Fehler!

Wie Du künftig mehr aus Deinen Bildern rausholst und was Mathe mit Fotografie zu tun hat, verraten wir Dir in diesem Blogartikel zur Drittelregel.

 

Wozu brauche ich die Drittelregel?

Für eine bewusste Bildgestaltung ist es wichtig zu überlegen, wo Du das Hauptmotiv im Bild platzierst. Wenn dieses nicht genau in der Mitte deines Fotos sitzt, entstehen meistens abwechslungsreichere Aufnahmen, Motive wirken spannender und unser Auge nimmt sie stärker wahr.

Schon die alten Maler haben herausgefunden, dass wir ein Bild als besonders harmonisch empfinden, wenn wir das Hauptmotiv auf bestimmte Punkte legen und nicht einfach willkürlich irgendwo außerhalb der Mitte platzieren. Diese Punkte kann man sogar berechnen. So entstand die Regel vom „goldenen Schnitt“.

Wenn Du Dich für Mathe und den goldenen Schnitt interessierst, kannst Du hier lesen, was Wikipedia dazu sagt.

In der Fotografie ist es natürlich deutlich schwieriger vorher zu rechnen und dann das Motiv entsprechend zu platzieren – wenn es dann überhaupt noch da ist! Die Maler hatten ja einfach eine leere weiße Leinwand und viel Zeit, um Linien zu ziehen und Motive mathematisch korrekt aufzubauen. Deshalb wurde für die Fotografie der goldene Schnitt vereinfacht und es entstand die „Drittelregel“.

 

Wie wende ich die Drittelregel an?

Teile Dein Bild in Gedanken in 3 gleich große Teile. Dein Hauptmotiv legst Du anschließend auf eine der dabei entstehenden Linien. Du kannst die Linien im Hoch- und im Querformat ziehen und Dein Motiv auch auf die Kreuzungspunkte dieser Linien legen. Dadurch entsteht ein besonderer Schwerpunkt für unser Auge.

 

Profi-Tipp: Bei vielen Kameras kannst Du ein Gitterraster mit den Drittellinien einblenden, so dass Du bei der Aufnahme gut sehen kannst, wie Du Dein Motiv platzieren solltest!

Egal, ob Tier-, Landschafts- oder Portraitaufnahmen, wenn Dein Bild nicht sowieso schon durch einen symmetrischen Bildaufbau gestaltet ist, kannst Du in allen Bereichen der Fotografie die Drittelregel einsetzen.

 

Was bringt die Drittelregel für meine Fotos?

Der Blick wird gelenkt: Unser Blick sucht immer einen Schwerpunkt im Bild. Durch geschicktes Platzieren der Bildelemente können wir den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv lenken.

Harmonische Bildaufteilung: Manche Bilder wirken auf uns langweilig, andere spannend, obwohl das selbe Motiv darauf abgebildet ist. Oft liegt es daran, dass die Bildaufteilung eine andere ist! Für die Bildwirkung ist es wichtig, wo das Motiv im Bild platziert wird. Mit einer guten Bildaufteilung wirkt das Bild harmonisch.

Interessantere Landschaftsbilder: Wenn Du bei Landschaftsbildern den Horizont auf eine Drittellinie legst, betonst Du entweder den Himmel oder die Landschaft und schaffst eine ganz neue Spannung im Bild.

 

 

Du bist dran: Wende die Drittelregel in dieser einfachen Übung selbst an.

Los geht`s:

Suche Dir eine Blumenwiese oder ein Blumenbeet und fotografiere eine Blume, indem Du sie nach der Drittelregel im Bild platzierst.

Profi-Tipp: Variiere doch mal den Abstand! Nimm beispielsweise eine Blüte aus nächster Nähe auf und bewege dich dann etwas weiter weg, so dass mehrere Blüten im Hintergrund zu sehen sind. Bemerkst du den Unterschied in der Bildwirkung?

Zeig uns, wie Du die Drittelregel umgesetzt hast und lade Dein schönstes Foto hoch!

Hast Du noch andere Bilder nach der Drittelregel fotografiert?

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